Jeder Tab ist ein Gedanke, der nie fertig gedacht wurde.
Wir springen von Chat zu Mail zu Video zu Newsfeed und wundern uns, warum wir innerlich flimmern wie ein alter Bildschirm.
Die digitale Welt hat uns beigebracht, immer gleichzeitig zu leben.
Aber was macht das mit uns, wenn unser Kopf eigentlich sequenziell denkt, während unsere Geräte parallel laufen? Dieser Text versucht, die Überforderung zu benennen, bevor wir sie wieder wegscrollen.
Gefühlt wird es von Medium zu Medium schneller: erst Blogs, dann nur noch Facebook-Beiträge, plötzlich nur noch eine Caption unter einem Bild bei Instagram und bei Tiktok müssen wir eigentlich gar nichts mehr lesen, sondern uns nur noch berieseln lassen. Wir brauchen nichtmal mehr allzu viel Aufmerksamkeit pro Video, denn interessiert es uns nicht, wird einfach zum nächsten gescrollt.